Telecoaching in der Herzinsuffizienztherapie - Partnership for the Heart-Studie liefert differenzierte Botschaften
München, Dezember 2010. Anlässlich des jüngst abgehaltenen Kongresses der American Heart Association (AHA 2010) wurden die Ergebnisse der Partnership for the Heart-Telemonitoring-Studie TIM-HF (The Telemedicine to Improve Mortality in Heart Failure study) vorgestellt.
Im Mittelpunkt der technologiegetriebenen Intervention stand ein multimodales Telemonitoring-System (EKG, Bewegungssensor, Blutdruckmessgerät, Waage u. a.) – ein systematisches Coaching der Patienten wurde nicht beschrieben. Die Daten von 710 Herzinsuffizienz (HI)-Patienten sind dabei im Rahmen einer randomisierten, kontrollierten Studie im Hinblick auf Gesamtmortalität (primärer Endpunkt) und kardiovaskulärer Tod und herzbedingte Krankenhauseinweisungen (sekundärer Endpunkt) analysiert worden. Die Experten zeichnen ein differenziertes Bild.
Die TIM-HF Studie belegt, dass der isolierte Einsatz technologischer Komponenten in der telemedizinischen Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz keinen klaren medizinischen Nutzen bietet. Im Gegensatz dazu steht bei almeda das Telecoaching – also die telefonisch durchgeführte, strukturierte Betreuung von Programmteilnehmern durch medizinisches Fachpersonal – in Kombination mit Telemonitoring (telemetrischer Übertragung relevanter Vitalparameter) für ausgewählte Subgruppen im Vordergrund. Die positiven Effekte dieses Kombinationsansatzes in der Herzinsuffizienztherapie konnten bereits durch mehrere medizinische Studien belegt werden und stehen in Einklang mit großen, jüngst publizierten internationalen Metaanalysen*.
Darüber hinaus bestätigt die Subgruppenanalyse der TIM-HF Studie, dass der Erfolg der Intervention von der adäquaten Selektion der Programmteilnehmer abhängt. almeda setzt hierzu bereits seit vielen Jahren erprobte und bewährte Selektionsverfahren ein, die im Einklang mit den Studienergebnissen stehen.
* Einfluss einer telemedizinisch unterstützten Betreuung auf Gesamtbehandlungskosten und Mortalität bei chronischer Herzinsuffizienz (Kielblock et al., DMW, 2007)
A Meta-Analysis of Remote Monitoring of Heart Failure Patients (Klersy et al., Journal of the American College of Cardiology 2009, Vol. 54, No. 18)
Structured telephone support or telemonitoring programmes for patients with chronic heart failure (Inglis et al, The Cochrane Library, 2010, Issue 8)
