AOK Niedersachsen und ArztPartner almeda kooperieren
Ab 01.04.2008 startet mit dem Einsatz von Telemedizin bei der
Indikation "Herzinsuffizienz" die Kooperation zwischen
der AOK Niedersachsen und der ArztPartner almeda AG
Mit einem engmaschigen Betreuungsprogramm will die AOK Niedersachsen
die Versorgung ihrer Herzinsuffizienz-Patienten verbessern und deren
Lebensqualität erhöhen. Ein zusätzliches Ziel ist
die Senkung der Ausgaben für die - gerade im höheren Alter
verbreitete - Erkrankung. Dazu hat die AOK jetzt einen Vertrag mit
dem Münchner Dienstleistungsunternehmen ArztPartner almeda
geschlossen, das über langjährige Erfahrung in Disease
Management und Telemedizin verfügt.
Die Herzinsuffizienz stellt eine der häufigsten internistischen
Erkrankungen dar. In der Gruppe der 80-jährigen ist fast jeder
zehnte davon betroffen; bei der AOK sind es insgesamt rund 85.000
Versicherte. Konkrete Defizite in der Versorgung, vor allem in einer
konsequent angewandten Arzneimitteltherapie und bei der Beeinflussung
der Risikofaktoren, führen in der Summe zu erheblichen unnötigen
Ausgaben, in erster Linie durch Krankenhausaufenthalte. Ziel eines
stringenten Fallmanagements ist folglich, lebensbedrohliche Situationen
der Herzinsuffizienz zu verhindern und damit Krankenhauseinweisungen
zu reduzieren.
"Wir sind sehr überzeugt von den Qualitäten dieses
Gesundheitsprogramms und werden es daher von Anfang an in ganz Niedersachsen
umsetzen", verkündete AOK-Vorstand Dr. Jürgen Peter.
"Einsparungen von jährlich rund 1500 Euro pro Teilnehmer
oder rund 13 Millionen Euro über die Vertragslaufzeit von drei
Jahren halten wir für realistisch."
Dr. med. Stefan Kottmair, Vorstand von ArztPartner almeda, betont:
"Die behandelnden Ärzte werden durch regelmäßige
Berichte über den Betreuungsfortschritt informiert und profitieren
so ebenfalls von dem Programm." Die Förderung der Therapietreue
des Patienten sowie regelmäßige Erinnerungen an fällige
Arztbesuche helfen den Medizinern bei der Sicherung ihrer Therapieerfolge.
An den nachgewiesenen Erfolgen des Programms wird ArztPartner almeda
finanziell beteiligt.
In einer zweimonatigen, sehr patientenzentrierten Orientierungs-
und der anschließenden Intensivphase werden den Patientinnen
und Patienten die notwendigen Fähigkeiten für ein erfolgreiches
Selbstmanagement der Erkrankung vermittelt. Hier geht es darum,
eine nachhaltige Verhaltensänderung vor allem in den Bereichen
Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung zu bewirken.
Zielvereinbarungen stärken die Motivation der Betroffenen.
Ergänzend kommen bei etwa 60 Prozent der Patienten telemetrische
Geräte für die Überwachung von Gewicht und Blutdruck
zum Einsatz. So melden zum Beispiel telemetrische Körperwaagen
über Telefonleitung einen plötzlichen, durch Wassereinlagerung
hervorgerufenen Gewichtsanstieg an das Team von ArztPartner almeda,
das dann sofort den Patienten kontaktiert und die erforderlichen
Schritte einleitet.
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